17.02.2017: DSV aktiv-Serie - Skiknigge (Teil 4)

Die DSV-Tipps zum Verhalten gegen√ľber Pistenraupen

Vielmehr als dass sie selbst ein Risiko darstellen, sind Pistenraupen und Motorschlitten Einsatzfahrzeuge, die zur Sicherheit aller Wintersportler in einem gro√üen Ma√üe beitragen. Pistenraupen werden zur t√§glichen Pistenpr√§parierung, aber auch zur Abtragung oder Aufsch√ľttung von Gefahrenstellen verwendet. Sogenannte Skidoos werden f√ľr diverse Einsatzfahrten eingesetzt, unter anderem auch f√ľr den Transport von Verletzten. Damit sind Pistenfahrzeuge ein wichtiges Sicherheitskriterium im Skigebiet. Dennoch: Auch sie k√∂nnen im Falle von Zusammenst√∂√üen oder Pistenunf√§llen selbst zu einem Risiko werden. In ihrer Umgebung ist immer √§u√üerste Vorsicht geboten! Der Deutsche Skiverband hat deshalb acht Tipps zum Verhalten gegen√ľber Pistenraupen aufgestellt.

1. Eigenverantwortlichkeit des Pistenbenutzers

Die Betreiber der Skigebiete bem√ľhen sich darum, Eins√§tze mit Pistenfahrzeugen nur au√üerhalb des Skibetriebs zu fahren. Mit Pistenraupen und Skidoos ist aus diversen Gr√ľnden aber auch jederzeit tags√ľber zu rechnen. Skifahrer und Snowboarder sollten deshalb immer wachsam sein, vor allem an schlecht einsehbaren Stellen. Die Ger√§te sind schwer lenkbar und der Fahrer kann das Gel√§nde nicht immer rundum voll √ľberblicken.

2. Abstand halten

So sch√∂n es auch ist, hinter einer Pistenraupe auf einer frisch pr√§parierten Spur zu fahren: dieses Vergn√ľgen ist √§u√üerst gef√§hrlich! Einem Pistenfahrzeug, egal ob es f√§hrt oder steht, d√ľrfen Wintersportler niemals zu nahe kommen. Der Fahrer von Pistenraupen oder Motorschlitten kann pl√∂tzlich die Fahrtrichtung √§ndern, anhalten oder r√ľckw√§rts fahren. Es gilt deshalb ein einzuhaltender Sicherheitsabstand von 15 Metern zur Vorder- und R√ľckseite sowie von 3 Metern zu den Seiten.

3. Nicht anhängen

Auch wenn es auf den ersten Blick lustig erscheint: Ein Anh√§ngen an Pistenraupen oder Skidoos ist lebensgef√§hrlich! Die Fahrman√∂ver der Pistenraupen sind f√ľr den Wintersportler nicht vorhersehbar.

4. Manchmal verdeckt

Pistenraupen kommen auch im nicht einsehbaren Gel√§nde oder an Engstellen zum Einsatz. Motorschlitten werden zu Eins√§tzen im gesamten Skigebiet gebraucht. Dabei fahren beide Fahrzeuge oft bergw√§rts. Mit ihrem pl√∂tzlichen Auftauchen ist jederzeit zu rechnen. Der Pistenbenutzer sollte deshalb auch zur eigenen Sicherheit stets auf Sicht fahren und Gel√§ndespr√ľnge an uneinsehbaren Stellen unterlassen. √úbrigens: Die mit dem "Pr√§dikat gepr√ľftes Skigebiet" ausgezeichneten Pisten- und Liftbetriebe weisen auf den Panoramatafeln und Pistenpl√§nen explizit auf den Einsatz von Pistenfahrzeugen hin. Im Falle von Pistenarbeiten w√§hrend des Skibetriebs leuchtet oftmals sogar eine rote Warnleuchte.

5. Vorrang der Pistenraupen

Pistenraupen, ebenso wie anderen Pistenfahrzeugen, immer den Vorrang einr√§umen und zuerst passieren lassen. Der Pistenbenutzer sollte im Zweifel in ausreichendem Abstand anhalten bis das Ger√§t vorbei gefahren ist. Dies gilt vor allem im Bereich von Engstellen. Auch wenn man scheinbar gefahrlos √ľberholen oder queren kann, die Gefahr ist vor allem im Falle eines Sturzes √§u√üerst hoch!

6. Am Steilhang Abrutschgefahr

Befinden sich Skifahrer oder Snowboarder unterhalb von Pistenraupen, sollten sie diese genau beobachten und großräumig Abstand halten. Im Extremfall kann es sein, dass Pistenraupen oder Motorschlitten im steilen Gelände ins Rutschen geraten. Achtung: Im Steilhang niemals oberhalb eines Fahrzeugs queren. Bei einem Sturz besteht Gefahr, in das Gerät hineinzurutschen.

7. Bemerkbar machen

Wenn ein Skisportler nicht ausweichen kann, sei es durch einen Sturz oder besch√§digtes Material, muss er sich dem Fahrer durch m√∂glichst deutliche Zeichen bemerkbar machen. Wenn n√∂tig, sollen andere Pistenbenutzer den Lenker warnen. Der Fahrer des Pistenfahrzeugs selbst kann das Gel√§nde unter Umst√§nden nicht immer vollst√§ndig √ľberblicken.

8. Gefahr nach Pistenschluss oder bei Pistensperre

Nach Pistenschluss oder bei Pistensperre finden Pr√§parierungsarbeiten statt, bei denen die Ger√§te vielfach an √ľber 1000 Meter langen Stahlseilen verankert sind. Wegen des oft unsichtbaren oder pl√∂tzlich empor schnellenden Seils besteht Lebensgefahr! Deshalb sind die Pisten nach Betriebsschluss schlicht und ergreifend f√ľr Skisportler und Snowboarder gesperrt! Nach dem Absacker auf der Skih√ľtte also unbedingt vor der Abfahrt pr√ľfen, ob die Pisten noch f√ľr den Skibetrieb ge√∂ffnet sind.

TIPP DES TAGES

Auch in Bezug auf Pistenraupen und Skidoos gilt: Gegenseitige Achtsamkeit und R√ľcksicht machen den Skisport sicherer!


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