13.02.2017: DSV aktiv-Serie - Skiknigge (Teil 3)

Die FIS-Umweltregeln f√ľr Wintersportler

Ob Alpinfahren, Schneeschuh- oder Skitourengehen: Wintersport ist oftmals ein Gemeinschaftssport. Es geht darum, sich gegenseitig zu achten und zu respektieren. Das gilt ebenso in Bezug auf die Umwelt, in der man sich bewegt. Um die Flora und Fauna in den Bergen zu sch√ľtzen, hat der Internationale Skiverband einige Regeln zum r√ľcksichtsvollen Umgang mit der Natur aufgestellt. Jeder, der die Natur und Bergwelt zur Aus√ľbung seines Sports nutzt, sollte seinen pers√∂nlichen Teil zu ihrem Schutz beitragen.

1. Informieren Sie sich √ľber Ihr ausgew√§hltes Gebiet. Unterst√ľtzen Sie die Orte, die sich um die Umwelt sorgen.

Skigebiet ist nicht gleich Skigebiet. Skiort ist nicht gleich Skiort. Viele Gemeinden und Liftgesellschaften setzen sich mithilfe vorbildlicher Projekte f√ľr den Schutz unserer Umwelt ein. Sei es durch kleine Ma√ünahmen wie ein ausgebautes und breites Netz an √∂ffentlichen Verkehrsbetrieben oder strikt bewachte Naturschutzzonen oder durch gr√∂√üere gemeinde√ľbergreifende Projekte und Netzwerke. Jeder Winterurlauber kann sich im Vorfeld der Reise im Internet erkundigen. Einen guten Anhaltspunkt bieten auch die mit dem 'Pr√§dikat gepr√ľftes Skigebiet' ausgezeichneten Lift- und Pistenbetriebe. Sie widmen sich neben dem Schutz der Wintersportler oftmals auch im besonderen Ma√üe dem Schutz von Natur und Umwelt.

2. Wählen Sie umweltfreundliche Verkehrsmittel - Bus und Bahn - zur Anreise.

Es muss nicht immer gleich das Auto sein. Auch Bus- oder Bahnreisen in die Skigebiete haben viele Vorteile: Eine bequeme Anreise, die gleich zum Urlaubsbeginn Zeit f√ľr Erholung und Ruhe l√§sst, keine l√§stige Parkplatzsuche im Skiort und an den Talstationen der Skigebiete, kosteng√ľnstige Fr√ľhbucherrabatte und und und. Skibusse bringen Ski- und Snowboardfans direkt an die Liftanlagen und nach dem Pistenspa√ü und Apr√®s-Ski wieder sicher nach Hause.

3. Bilden Sie Fahrgemeinschaften bei Anreise mit dem privaten Auto.

Kosten sparen kann so einfach sein - und gleichzeitig umweltschonend! Wer mit dem Auto in die Skigebiete reist, kann durch Fahrgemeinschaften Benzinkosten teilen und hat nebenbei auch noch eine gute Unterhaltung f√ľr die l√§stigen Anfahrtsstunden. Jede gesparte Fahrt kommt der Umwelt zu gute: Weniger Fahrten, weniger Autos, weniger Abgase.

4. Lassen Sie Ihr Auto am Skiort stehen, nehmen Sie den Skibus.

Gro√üe Nahverkehrsnetze machen es m√∂glich: bequeme Anreise bis zum Skilift. Ohne l√§stige Parkplatzsuche, ohne √ľberteuerte Parkgeb√ľhren. Die Anreise mit dem Skibus spart nicht nur Kosten, sondern auch Nerven. Und schont unsere Umwelt.

5. Fahren Sie nur bei ausreichender Schneedecke Ski und Snowboard.

Je geringer die Schneedecke ist, desto mehr werden die H√§nge darunter in Mitleidenschaft gezogen. Dabei ist eine zu d√ľnne Schneedecke nicht nur f√ľr die Gesteins- und Wiesenfl√§chen sch√§dlich, sondern auch f√ľr das eigene Skimaterial. Dank der intensiven Produktion technischen Schnees ('Kunstschnees') sind die Skigebiete heutzutage fast durchgehend bestens pr√§pariert - und die darunter liegenden Schichten werden geschont.

6. Halten Sie sich an die markierten Pisten und Loipen.

Loipen und Pisten dienen dem Erholungswert vieler tausender Wintersportfans. Um die umliegenden Wälder und Felder und die beheimateten Tierarten nicht unnötig zu strapazieren, sollten alle Langläufer, Alpinskifahrer, Snowboarder, aber auch Skitourengeher, Schlittenfahrer und Schneeschuhwanderer die Pisten- und Loipenmarkierungen sowie die ausgewiesenen Routen achten.

7. Beachten Sie Pistenmarkierungen und -sperrungen.

Absperrungen und Hinweistafeln sind keine Landschaftsverschönerungen! Sie dienen dem Schutz der Wintersportler und der Natur. Um eine eigene Gefährdung oder eine Verletzung von Tier- und Pflanzenarten oder ihrer Lebenswelt zu verhindern, sollten Pisten- und Loipenmarkierungen immer beachtet werden.

8. Verzichten Sie auf das Fahren abseits der Pisten besonders in Waldgebieten.

Unsere Bergwelt ist Heimat unz√§hliger Tier- und Pflanzenarten. Sie ist nicht unsere Lebenswelt, vielmehr sind wir 'zu Gast' im Lebensraum vieler gef√§hrdeter und gesch√ľtzter Arten. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein und entsprechend handeln. Mit jeder Fahrt abseits der markierten Pisten treten wir einen Schritt mehr in diese Lebenswelt ein - und st√∂ren ihre Bewohner mitunter nachhaltig.

9. Fahren Sie nicht in gesch√ľtzte Gebiete. Schonen Sie Tiere und Pflanzen.

Naturschutzzonen dienen dem Erhalt schutzbed√ľrftiger Tier- und Pflanzenarten. Sperrgebiete und tempor√§re Sperrungen m√ľssen deshalb unbedingt geachtet werden! Eine Missachtung kann nicht nur die Lebenswelt der Tierarten durcheinander bringen und gef√§hrdete Arten verschrecken und -st√∂ren, sondern kann auch ganz sch√∂n teuer werden.

10. Nehmen Sie Ihren Abfall mit.

Was eigentlich selbstverst√§ndlich ist, ist es vielerorts doch scheinbar nicht: Jeder sollte einen Picknickplatz so verlassen, wie er ihn vorgefunden hat. Verpackungen, leere Trinkflaschen, Kaugummis... All das geh√∂rt entweder in die M√ľlleimer an den Skih√ľtten oder in den Rucksack - aber keinesfalls auf die Pisten und H√§nge.

TIPP DES TAGES

An die eigene Nase fassen: Wer das Bewusstsein in der Gesellschaft ver√§ndern m√∂chte, sollte bei sich selbst beginnen. Ein bewusstes Verhalten gegen√ľber der Natur und Umwelt √∂ffnet die Augen f√ľr viele kleine Schritte in Richtung einer gesch√ľtzteren Flora und Fauna.


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