12.12.2016: DSV aktiv-Tipp: So starten Sie gut in den Skiurlaub

A wie Ausdauer

Noch bevor der erste Skitag ansteht, sollten Wintersportler die Basis fĂŒr eine gute Grundfitness gelegt haben. Ausdauer- und Krafttraining stĂ€rken die Muskeln und bereiten den Körper auf die bevorstehenden Anstrengungen in den Bergen vor. Denn Skifahren erfordert Koordination und Kondition. Ein solides Sommer- und Herbsttraining ist wichtig, um auf der Piste lĂ€nger fit zu bleiben.

B wie Bindungscheck

Eminent wichtig ist es, seine Skibindung vor der ersten Abfahrt beim SportfachhĂ€ndler mit einem elektronischen BindungsprĂŒfgerĂ€t ĂŒberprĂŒfen zu lassen. Denn nur eine Bindung, die im Falle eines Sturzes auch richtig auslöst, kann auch vor Verletzungen schĂŒtzen! FĂŒr die Ermittlung des richtigen Einstellwertes sind verschiedenste Faktoren wie etwa Fahrstil, Alter, Gewicht oder die Abnutzung der Skischuhe relevant. Deshalb sollten zur Bindungseinstellung immer beide Skischuhe mitgebracht werden.

C wie CrĂšme

In den Bergen auf 2500 Meter Höhe ist die StrahlungsintensitĂ€t der Sonne um rund 33 Prozent stĂ€rker als auf 300 Höhenmetern. Stets im GepĂ€ck sein sollten deshalb eine wasserfeste SonnencrĂšme mit höchstem Schutzfaktor und ein Lippenpflegestift mit pflanzlichen Wachsen oder Ölen. Tipp: Bereits in der FrĂŒh im Tal mit Sonnenschutzmittel eincremen!

D wie DSV-Versicherungen

Trotz guter Vorbereitung auf den Skiurlaub ist niemand vor Skibruch und -diebstahl, vor UnfĂ€llen oder Krankheit im Ausland gefeit. Deshalb ist es unabdingbar, entsprechend abgesichert zu sein. DSV aktiv bietet umfassende und maßgeschneiderte Skiversicherungs-Pakete fĂŒr nahezu alle Wintersportler. Mehr Informationen unter www.ski-online.de.

E wie Erste-Hilfe-Set

Eine Reiseapotheke gehört zu jeder Urlaubsfahrt. Mit ihr können kleine Verletzungen oder Erkrankungen selbst versorgt werden. Der Arzt oder die Apotheke des Vertrauens geben Tipps, welchen Inhalt eine Reiseapotheke speziell fĂŒr den Skiurlaub haben sollte. SportfachgeschĂ€fte bieten vielerorts auch Erste-Hilfe-Taschen fĂŒr Skifahrer an, die neben Pflastern, Wundkompressen und Binden auch mit einem Dreieckstuch und einer Rettungsdecke ausgestattet sind.

F wie FIS-Verhaltensregeln

Anders als im Straßenverkehr existieren fĂŒr die Piste keine gesetzlich festgelegten Regelungen. Als Maßstab fĂŒr rĂŒcksichtsvolles Verhalten dienen jedoch die FIS-Verhaltensregeln, die unter anderem vom Juristischen Beirat des DSV entwickelt wurden. Sie sind als Norm anerkannt und werden vor Gericht fĂŒr die Urteilsfindung herangezogen. Die gegenseitige RĂŒcksichtnahme ist dabei am wichtigsten! Die FIS-Verhaltensregeln und DSV-Tipps gibt's unter www.ski-online.de/sis.

G wie Geschwindigkeit

Die Fahrgeschwindigkeit sollte beim Skifahren stets dem Können entsprechen, um auch bei unvorhergesehenen Situationen wie Eisplatten, Bodenwellen oder Behinderungen durch andere Skifahrer noch rechtzeitig vorbeisteuern oder bremsen zu können. Jeder Wintersportler muss sein Tempo und seine Fahrweise außerdem auch den Schnee- und WitterungsverhĂ€ltnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

H wie Helmpflicht

Auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht besteht, nur ein optimaler Kopfschutz hilft im Fall eines Unfalls oder Zusammenstoßes, schwerwiegende Kopfverletzungen zu vermeiden. Wichtig ist, dass der Helm optimal sitzt, gut durchlĂŒftet ist, warm hĂ€lt und der Sicherheitsverschluss geschlossen ist. Übrigens: In Italien, Österreich, Kroatien und Slowenien gilt eine gesetzliche Helmpflicht fĂŒr Kinder und Jugendliche! Mittlerweile liegt die Helmtragequote aber auch in Deutschland bei 80 bis 90 Prozent.

I wie ImprÀgnieren

Neben dem Material sollten Wintersportler vor allem auch ihre Kleidung bereits im Vorfeld des Skiurlaubs einer genauen PrĂŒfung auf FunktionstĂŒchtigkeit, Wintertauglichkeit und MĂ€ngel unterziehen. Wichtig ist, dass die Skibekleidung ausreichend imprĂ€gniert ist. Entsprechende Sprays bewahren vor dem Eindringen unliebsamer NĂ€sse. Das ImprĂ€gnat kann danach bei geringer Hitze mit einem BĂŒgeleisen fixiert werden, dann hĂ€lt es lĂ€nger.

J wie Jacke

Eine Skijacke hĂ€lt warm und die Feuchtigkeit draußen und sollte außerdem atmungsaktiv sein. Die ReißverschlĂŒsse der Jacke mĂŒssen einwandfrei funktionieren, damit sie richtig schließen und vor KĂ€lte und NĂ€sse schĂŒtzen. Generell kleiden sich Wintersportler am besten nach dem Zwiebelprinzip (siehe "Z").

K wie Kanten schleifen

Scharfe Kanten und gewachste BelĂ€ge garantieren nicht nur maximalen Skispaß, sondern erhöhen auch die Sicherheit auf der Skipiste. Ein gut gewarteter und gepflegter Ski ist letztlich auch besser zu fahren und zu kontrollieren. WĂ€hrend des Skiurlaubs kann man den Belag mit FlĂŒssigwachsen und die Kanten mit Schleifgummis nachbessern.

L wie Lawinengefahr

Gerade bei frischem Pulverschnee lockt die Versuchung, die Piste auch mal zu verlassen – leider nicht ohne ein gewisses Risiko. Mutproben sind hier alles andere als angebracht. Damit bringt man nicht nur sich selbst in große Gefahr, sondern auch die Rettungsteams, die bei einem möglichen Lawinenabgang ausrĂŒcken mĂŒssen. Ob Lawinengefahr herrscht, ist an der roten Lawinenwarnleuchte am Pistenplan zu erkennen. Infos zur aktuellen Lawinenwarnstufe sowie der Lawinenlagebericht hĂ€ngen an den Kassen aus.

M wie Materialcheck

Um vom ersten Urlaubstag an ungetrĂŒbten Skispaß genießen zu können, sollte man die SkiausrĂŒstung vorher vom DSV aktiv-PartnergeschĂ€ft des Sportfachhandels ĂŒberprĂŒfen lassen. Sind die Ski zu kurz, die Schuhe zu eng, die Kleidung zu klein? Das sollte noch zuhause vor der Abfahrt kontrolliert und getestet werden. Dabei bitte beachten: Nach dem Kauf von neuen Skischuhen sollte die Skibindung unbedingt neu eingestellt werden!

N wie Non-alkoholische GetrÀnke

AprĂšs-Ski gehört dazu, aber im Tal! RegelmĂ€ĂŸiges Trinken hĂ€lt den Sportler zwar lĂ€nger in Form. Alkohol hingegen hat beim Skifahren nichts verloren! FĂŒr viele gehört AprĂšs-Ski zum Skifahren dazu – anstatt an den Schirm oder die Bar auf dem Gipfel, sollte es zum Feiern aber immer ins Tal gehen. Alkoholisiertes Skifahren birgt ein großes, oft unterschĂ€tztes Risiko!

O wie Orientierung

Kilometerlange Abfahrten mit unterschiedlichen Namen und Nummerierungen, die in alle Himmelsrichtungen fĂŒhren – in manch einem Skigebiet ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. In die Tasche gehört stets ein Pistenplan, in dem sĂ€mtliche Abfahrten eingetragen und auch farbig markiert sind. Auf einen Blick wird so klar, mit welchem Schwierigkeitsgrad und mit welcher Hangneigung man auf der Abfahrt rechnen muss. Einen Überblick bieten zudem die großen Panoramatafeln.

P wie Protektoren

FĂŒr jeden Fahrtyp gilt: Alles was schĂŒtzt, macht Sinn. Wintersportler sollten eigenverantwortlich agieren und selbst entscheiden, welche ZusatzausrĂŒstung fĂŒr sie wichtig ist. Vor allem fĂŒr Kinder sowie Abenteuerlustige, die im Funpark oder im GelĂ€nde Abwechslung zum Pistenspaß suchen und auch schon mal rasanter unterwegs sind, sind RĂŒckenProtektoren sehr zu empfehlen.

Q wie QualitÀt

Skifahrer sind in Deutschland in sogenannten „PGS“-Skigebieten bestens aufgehoben. Mit dem „PrĂ€dikat geprĂŒftes Skigebiet“ haben die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) und der „Verband Deutscher Seilbahnen“ (VDS) mittlerweile 17 deutsche Skigebiete ausgezeichnet. Sie wurden zuvor auf eine optimale Sicherheit auf den Pisten ĂŒberprĂŒft. „PGS“-Skigebiete genĂŒgen den höchsten internationalen Sicherheitsstandards und tragen enorm zum Schutz der Skisportler bei.

R wie Ruhepausen

So ein Tag an der frischen Luft und mit stĂ€ndiger Bewegung kann ganz schön anstrengend sein! RegelmĂ€ĂŸige Pausen sind in jedem Fall notwendig, wenn Kraft und Konzentration nicht schon frĂŒhzeitig zur Neige gehen sollen. Kurze Stopps am Pistenrand behindern andere nicht und geben Gelegenheit, neue Energie zu tanken. FĂŒr lĂ€ngere Pausen können die Gipfel- und Panorama-Restaurants angesteuert werden.

S wie Skibrille

Eine Vielzahl aller SkiunfĂ€lle werden durch Wahrnehmungsfehler mitverursacht. Unabdingbar ist da die richtige Skibrille! Sie hĂ€lt UV-Strahlen ab und vermeidet starke Blendungen sowie Augenreizungen durch Fahrtwind oder Schneetreiben. Gute Skibrillen verfĂŒgen ĂŒber ein großes Sichtfeld, eine Antibeschlag-Beschichtung, einen UV-Schutz vor Strahlen bis zu einer WellenlĂ€nge von 400 Nanometern (Standard „UV-400“) sowie ĂŒber doppelte GlĂ€ser aus Kunststoff.

T wie Timing

Generell empfiehlt es sich, frĂŒh an den Bergbahnen zu sein und die optimalen SchneeverhĂ€ltnisse zu nutzen. Sind die HĂ€nge frisch prĂ€pariert, fĂ€hrt es sich etwas leichter. Außerdem geht es an den Liften und auf den Pisten meist noch etwas ruhiger zu. Weniger Trubel herrscht generell außerhalb der Ferienzeiten, besonders im Herbst oder FrĂŒhwinter, und unter der Woche.

U wie UV-Schutz

Neben SonnenschutzcrĂšmes sind beim Skifahren auch Ski- und Sonnenbrillen Pflicht, um vor gefĂ€hrlichen UVStrahlen zu schĂŒtzen. Eine Sonnenbrille mit bruchsicheren KunststoffglĂ€sern fĂŒr die Ruhepausen an der SkihĂŒtte sowie eine Schneebrille mit UVA- und UVB-Filter auf der Piste gehören dabei nicht nur bei Kaiserwetter aufgesetzt! Gerade diffuses Licht bei Nebel erhöht die StrahlungsintensitĂ€t.

V wie Verpflegung

Kleine Zwischenmahlzeiten wie MĂŒsliriegel oder Obst fĂŒllen den Energiespeicher wĂ€hrend eines langes Skitages immer wieder auf. Sie sind einfach zu verstauen und können ĂŒber den Tag verteilt in kurzen Erholungspausen eingenommen werden. Neben dem Trinken ist die Zufuhr von Energie ĂŒber kleine Snacks ebenso wichtig und hĂ€lt fit!

W wie Winterreifen

Bevor es losgeht, sollten Wintersport ĂŒberprĂŒfen, ob ihr Fahrzeug winterfest ist. Winterreifen, Frostschutz fĂŒr das KĂŒhlwasser, die Scheibenwaschanlage und Schneeketten mĂŒssen kontrolliert werden. Und: Autofahrer sollten sich unbedingt ĂŒber die gesetzlichen Regelungen bezĂŒglich Vignetten, Winterreifen, Maut, Warnwesten und Fahrzeuglicht am Tag in den UrlaubslĂ€ndern informieren.

X wie X-country

Im Skiurlaub freuen sich Wintersportfans auf weiße, perfekt prĂ€parierte Pisten – doch die Skisportregionen haben weitaus mehr zu bieten. Vom Langlaufen ĂŒber das Rodeln bis hin zu Kutschenfahrten versprechen die vielfĂ€ltigen Freizeitangebote abseits der Pisten Abwechslung und Action pur! Gerade Schneeschuhwandern und Skitourengehen erfreuen sich immer grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit.

Y wie Youngster

Gerade fĂŒr Kinder ist das Skifahren ein abwechslungsreicher und spannender Freizeitsport. Kindergartenkinder ab drei Jahren sind in den Zwergerl-Kursen der Skischulen bestens aufgehoben. Zwei bis drei Stunden sollte das Abenteuer im Schnee maximal dauern. FĂŒr Kinder im Vor- und Grundschulalter bieten die Kinderskikurse der Skischulen oder der ortsansĂ€ssigen DSV-Skivereine die richtige Mischung aus Skiunterricht, Bergspaß und Wintersport. Die Kurse sollten mehrere Pausen sowie Abwechslung bereithalten.

Z wie Zwiebelprinzip

In Sachen Skibekleidung hat sich das „Zwiebelprinzip“ am besten bewĂ€hrt. Mit verschiedenen Funktionsschichten ĂŒbereinander lĂ€sst sich die Kleidung perfekt der Witterung anpassen. Die erste Schicht auf der Haut, eine fĂŒr Wasserdampf durchlĂ€ssige und atmungsaktive SkiunterwĂ€sche, transportiert die Feuchtigkeit von der Haut weg und hĂ€lt somit den Körper trocken. Als wĂ€rmende Zwischenschicht empfiehlt sich Fleece oder Softshell und als Oberschicht schĂŒtzt ein wind- und wasserfester Skianzug. Weitere Infos unter www.ski-online.de


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