29.08.2016: DSV aktiv-Tipps: Von A-Z zum Rennradfahren und Mountainbiken

A wie Antritt

Ein krĂ€ftiger Antritt zeichnet gute Radfahrer aus. Dennoch ist beim Radeln auf einen gleichmĂ€ĂŸigen Tritt zu achten. Die GĂ€nge sollten so gewĂ€hlt werden, dass mit einem ĂŒberschaubaren Kraftaufwand rund pedaliert werden kann.

B wie Brille

Brillen sind mehr als modische Accessoires. Sie schĂŒtzen die Augen nicht nur vor UV-Strahlen, sondern auch vor Insekten, Pollen oder anderen Fremdkörpern. Zum Radfahren eignen sich besonders Brillen mit phototropen GlĂ€sern, die sich an die LichtverhĂ€ltnisse anpassen: Ist man in schattigem Wald unterwegs, sind die GlĂ€ser weniger getönt, fĂ€hrt man in die Sonne, werden sie automatisch dunkler.

C wie Creme

Neben einer guten Sonnenbrille mit UV-A- und UV-B-Schutz schĂŒtzt eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor den gefĂ€hrlichen UV-Strahlen. Selbst bei bewölktem Himmel wirken die schĂ€dlichen Strahlen auf unsere Haut ein. Die Creme sollte etwa eine halbe Stunde vor dem Tourstart aufgetragen werden und wasserfest sein.

D wie Druck

Rennradler fahren mit einem höheren Druck im Reifen als Mountainbiker. FĂŒr sie ist es wichtig, dass der Rollwiderstand so gering wie möglich ist. Daher ist ein hoher Reifendruck von etwa zehn bar nötig. Beim Mountainbiken ist hingegen der Grip zum Untergrund entscheidend. Je nach GelĂ€nde werden zwischen zwei und vier bar gefahren.

E wie Erste-Hilfe-Kit

Unverhofft kommt oft – deshalb gehört auch ein Erste-Hilfe-Kit mit auf die Radtour. SchĂŒrfwunden und Ă€hnliche kleine Blessuren sind gerade beim Mountainbiken schnell passiert. Ein Erste-Hilfe-Set ist im Radfachhandel, SportgeschĂ€ft oder in der Apotheke zu finden. Es sollte neben Pflastern und einer Wundsalbe auch Verbandszeug, Schutzhandschuhe, ein Dreieckstuch und eine WĂ€rmedecke beinhalten. ZusĂ€tzlich sinnvoll sind Desinfektionsmittel und Blasenpflaster.

F wie Flickzeug

Gegen den Platten zwischendurch oder lockere Schrauben helfen Flickzeug, Luftpumpe und Multifunktionswerkzeuge. Luftpumpen gibt es im handlichen Kleinformat. Sie können im Rucksack oder direkt am Rahmen oder der Sattelstange mitgefĂŒhrt werden. Ventiladapter ermöglichen das Aufpumpen der Reifen mit den DruckluftgerĂ€ten an Tankstellen. Bei Löchern helfen nur Flickzeug oder ein Ersatzschlauch.

G wie GrĂ¶ĂŸe

Die optimale GrĂ¶ĂŸe des Fahrradrahmens ergibt sich in AbhĂ€ngigkeit von der BeinlĂ€nge. Gemessen wird entlang der Beininnenseite. Um die richtige RahmengrĂ¶ĂŸe fĂŒr RennrĂ€der zu ermitteln, wird dieser Wert mit dem Faktor 0,66 multipliziert.

H wie Helm

Unverzichtbar ist beim Radfahren der Helm, ob beim Mountainbiken, Rennradfahren oder Cityradeln. Um ausreichend vor Verletzungen schĂŒtzen zu können, muss der Helm extrem bruchfest und leicht sein. Außerdem ist auf eine ausreichende BelĂŒftung und einen bequemen Sitz zu achten. Wichtig: Den Kinnriemen des Helms immer schließen und fest anziehen. Nur so ist gewĂ€hrleistet, dass der Helm im Fall eines Sturzes stabil auf dem Kopf bleibt!

I wie Isotonische GetrÀnke

Über Schweiß und Atemluft werden dem Körper Wasser und Elektrolyte entzogen. Isotonische GetrĂ€nke sind deshalb unabdingbar, um die sportliche LeistungsfĂ€higkeit aufrecht zu erhalten. FĂŒr lockere Trainingseinheiten von bis zu einer Stunde ist stilles, natriumreiches Mineralwasser der optimale Treibstoff. Bei lĂ€ngeren oder intensiveren Trainingseinheiten sind Isodrinks oder Saftschorlen im VerhĂ€ltnis 1:2 optimale Wasser- und Energielieferanten.

J wie Jacke

Wer eine Tagestour plant, sollte auch eine wind- und regendichte Jacke dabei haben. Sie schĂŒtzt bei einem Wetterumschwung, bei Pausen und auf langen Abfahrten vor Fahrtwind und UnterkĂŒhlung. Ultraleichte Softshells haben ein geringes Gewicht und Packmaß. Kleidung aus atmungsaktiven Kunstfasern wie Polyester mit kleinen Luftschlitzen und integrierten Titandioxid-Fasern, um UV-Strahlen abzuhalten, ist beim Radeln besonders gut geeignet.

K wie Klickpedale

Klickpedale sorgen fĂŒr die beste KraftĂŒbertragung. Mit Klickpedalen wird der Druck auf die Pedale durch eine Zugbewegung ergĂ€nzt, das fĂŒhrt zu einem gleichmĂ€ĂŸigen und somit kraftsparenden Bewegungsablauf. Außerdem ist durch die feste Verbindung zwischen Schuh und Pedal eine optimale Fußstellung garantiert. Wichtig ist, das Ein- und Aussteigen am stehenden Rad zu ĂŒben.

L wie Licht

Auch wenn ein Rennrad unter elf Kilogramm keine fest installierten Scheinwerfer benötigt, sobald es dĂ€mmert sind Leuchten sowohl vorne am Lenker als auch hinten am Sattel Pflicht! HierfĂŒr eignen sich am besten akkubetriebene Leuchten. FĂŒr mehr Sicherheit sorgen außerdem Reflektoren an Vorder- und Hinterrad oder an der Kleidung.

M wie Materialcheck

Funktionieren die Bremsen sachgemĂ€ĂŸ? Bieten die Leuchten ausreichend Sicht im Dunkeln? Ist die Kette rostfrei und stabil? Vor dem Gebrauch sollten FahrrĂ€der, insbesondere im Vorfeld einer lĂ€ngeren Tour, auf Herz und Nieren geprĂŒft werden – am besten durch einen Service beim FachhĂ€ndler. Nur so kann die Unfallgefahr minimiert und ungetrĂŒbter Fahrspaß garantiert werden.

N wie Nahtfreie Hosen

Am besten eignen sich beim Radsport nahtfreie Radhosen. Dabei ist besonders auf eine gute Polsterung zu achten. Das Beinkleid sollte eng anliegen und vor allem im Schritt nahtfrei verarbeitet sein. Getragen wird die Hose in der Regel ohne UnterwÀsche.

O wie Online-Kauf

Vorsicht vor allzu verlockenden Angeboten im Internet: Zwar bieten Internetportale beim Neukauf oft gĂŒnstigere Preise als das RadgeschĂ€ft des Vertrauens, allerdings ist ein Kauf hier gut abzuwĂ€gen. Die Montage muss selbst ĂŒbernommen werden, Reklamationen und Reparaturen sind nicht oder nur sehr umstĂ€ndlich möglich. Beim Kauf im Radfachhandel ist eine umfassende Beratung und Betreuung garantiert.

P wie Protektoren

Handschuhe vermeiden bei StĂŒrzen SchĂŒrfwunden an den HĂ€nden. Außerdem verhindern sie einen Grip-Verlust bei feuchten HĂ€nden. Auf rasanten Mountainbike-Touren sind darĂŒber hinaus Knie-, Schienbein- und RĂŒcken-Protektoren zu empfehlen.

Q wie Quereinsteiger

Im FrĂŒhjahr bevölkern zahlreiche Rennradfahrer und Mountainbiker die Landstraßen und Berge – das Radfahren erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Wer das Rad bisher nur in der Stadt als alternatives Verkehrsmittel genutzt hat, kann den Sport problemlos neu fĂŒr sich entdecken. RadgeschĂ€fte bieten die neuesten Modelle auch zum Ausleihen und Testen an. Beim Kauf wird der Mietpreis dann meist angerechnet.

R wie Rucksack

Ein Rucksack ist vor allem notwendig, wenn man eine lĂ€ngere oder mehrtĂ€gige Tour angeht. Viele Hersteller bieten spezielle Bike-RucksĂ€cke an, die sich durch den Schnitt und die RĂŒckenpartie von WanderrucksĂ€cken unterscheiden. Eine Ausstattung mit partiellen Polstern oder einem Netz am RĂŒckenteil ist empfehlenswert. Außerdem verfĂŒgen viele Bike-RucksĂ€cke ĂŒber eine Helmhalterung und ein integriertes Trinksystem.

S wie Sattel

Die Sitzbeinhöcker des Sportlers entscheiden ĂŒber Breite und Polsterung des Sattels. FĂŒr die Justierung des Sattels gelten Standards, die unbedingt berĂŒcksichtigt werden sollten: Die Sattelhöhe ist optimal, wenn das Bein am unteren Kurbeltotpunkt nahezu gestreckt ist. Außerdem sollte der Sattel waagerecht eingestellt werden.

T wie Trikot

Bei warmen Temperaturen eignen sich Trikots aus Polyester und anderen Kunstfasern, weil sie eine leicht kĂŒhlende Eigenschaft besitzen. Bei kĂŒhleren Temperaturen sind Shirts aus Merinowolle oder einem Merino-Mix die perfekten Begleiter: Die Wolle wĂ€rmt auch, wenn sie feucht ist und transportiert den Schweiß ebenso weiter wie Kunstfasern. Arm- und Beinlinge können bei Temperaturschwankungen bei Bedarf heruntergekrempelt oder in Trikottaschen verstaut werden.

U wie Unfallvermeidung

Sowohl beim Rennradfahren als auch bei rasanten Abfahrten mit dem Mountainbike werden schnell hohe Geschwindigkeiten erreicht. Da ist höchste Vorsicht geboten! Die Fahrgeschwindigkeit sollte zur Unfallvermeidung immer dem Können und den anderen Verkehrsteilnehmern angepasst werden. Achtung: Bei unvorhergesehenen Situationen wie Bodenwellen, rutschigem Asphalt oder Behinderungen durch Autofahrer, FußgĂ€nger oder andere Radfahrer kann der Bremsweg je nach Tempo sehr lang sein!

V wie Verkehrsregeln

FĂŒr alle Radsportler gilt auf öffentlichen Straßen die Straßenverkehrsordnung. Demnach ist die Benutzung ausgeschilderter Radwege in Deutschland Pflicht. Ist der Radweg nicht durch ein blaues Radweg-Schild gekennzeichnet, darf auch die Fahrbahn mitbenutzt werden. Erst ab einer GruppenstĂ€rke von mehr als 15 Sportlern darf zu zweit nebeneinander gefahren werden, dann entfĂ€llt auch die Radwegbenutzungspflicht.

W wie Wegzehrung

Bei lĂ€ngeren oder intensiveren Trainingseinheiten benötigt der Körper zusĂ€tzlich zu den Durstlöschern Energie in Form von Kohlenhydraten. Wer lĂ€nger als 90 Minuten unterwegs sein will, der sollte deshalb zusĂ€tzliche Verpflegung mitnehmen und frĂŒh genug kleine Pausen einlegen. Sportriegel sind praktisch – mindestens 60 Prozent ihrer Energie sollte aus Kohlenhydraten stammen. Auch Trockenobst, Fruchtschnitten oder Brot eignen sich als kraftvolle Wegzehrung.

X wie X-Country

Gerade Mountainbiker lieben den Adrenalinkitzel rasanter Abfahrten. Die robusten RĂ€der ermöglichen das BewĂ€ltigen enger, holpriger Wald- und Berg-Trails. Was fĂŒr Abwechslung und Action sorgt, muss aber auch immer im Einklang mit der Natur geschehen: In Naturschutzgebieten ist das Verlassen fester Wege Tabu!

Y wie Y-Rahmen

Einige Mountainbikes auf dem Markt verfĂŒgen ĂŒber einen sogenannten Y-Rahmen. Dieser hat seinen Namen durch die spezielle Form, die an den Buchstaben erinnert. Beim Y-Rahmen "fehlt" die direkte Verbindung zwischen Sattel und Hinterrad. Es verlĂ€uft ein gegabeltes Rohr vom Steuerrohr zum Sattel. Die Rahmen werden meist voll gefedert und eignen sich dadurch als ideale Downhill-Bikes.

Z wie Zusatzversicherung

Nicht alle Versicherungspakete decken Bergungskosten, die bei einem Unfall entstehen können. DSV aktiv bietet mit seinen Zusatzversicherungen deshalb auch fĂŒr den Sommer interessante Angebote. Beim „Ganzjahrespaket mit Superschutz“ oder dem „DSV Classic PLUS-Paket“ sind eine Unfallversicherung mit Bergungskosten fĂŒr Wanderer, Bergsteiger und Radsportler, eine Auslands-Krankenversicherung sowie Rechtsschutz und Haftpflicht enthalten. Die Zusatzleistungen gelten ganzjĂ€hrig und weltweit fĂŒr Reisen mit Übernachtung.

Weitere Infos unter www.ski-online.de


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