10.07.2015: Zur ISPO SHANGHAI 2015: Situationsbericht ĂŒber den deutschen und europĂ€ischen Sportfachhandel von vds- und Fedas-PrĂ€sident Werner Haizmann

Die Entwicklung des Outdoormarktes in Europa zu seiner heutigen GrĂ¶ĂŸe und Bedeutung ist seit Jahrzehnten die grĂ¶ĂŸte Erfolgsgeschichte in unserer Branche. Dieser Erfolg beruht zum einen auf der Partnerschaft zwischen Handel und Industrie, zum anderen aber auch auf der Partnerschaft der Branche von Anfang an mit ihrer Weltmesse ISPO MUNICH.

Es war und ist eine solche Partnerschaft, die der große Bill Gates, gefragt nach dem Erfolg seines Unternehmens, so beschreibt: „Unser Erfolg beruht auf Partnerschaften vom ersten Moment an – Our success has really been based on partnership from the very beginning.“

Der Erfolg der Jahrzehnte langen Zusammenarbeit des europĂ€ischen Sportartikelhandelsverbandes Fedas und des Verbandes Deutscher Sportfachhandel vds mit unserer Weltmesse ISPO MUNICH beruht darauf, dass wir die Messe zusammen ins Leben gerufen haben. Und das wir seit 1970 zusammen in der Partnerschaft mit der Messe den europĂ€ischen und globalen Sportartikelmarkt zu seiner heutigen GrĂ¶ĂŸe und Bedeutung hin entwickelt und gestaltet haben. Dabei waren und sind wir so erfolgreich, das die ISPO MUNICH heute die einzige weltweite Fachmesse der globalisierten Sportbranche ist.

Das ist eine einmalige Win-Win-Situation, die es uns, dem Handel und der Markenindustrie gemeinsam bis heute erlaubt, immer neue Erfolgswege zu eröffnen und gemeinsam zu gehen. Sie fĂŒhren zum Ziel, tagesaktuell den weltweiten Sportartikelmarkt an die rasch wechselnden BedĂŒrfnisse seiner lokalen TeilmĂ€rkte in Europa, USA und Asien anzupassen.

Das beste Beispiel ist die gemeinsame Entwicklung des Outdoorangebots und des Outdoormarkts in Europa und den USA.

Die Marketingimpulse, die dabei von der ISPO MUNICH und der Branche weltweit ausgegangen sind, haben bewirkt, dass im Jahr 2015 der Outdoormarkt einer der grĂ¶ĂŸten und bedeutenden TeilmĂ€rkte im globalen Maßstab ist und auch bleiben wird.

Die Feststellung von Bill Gates, mit der ich meinen Vortrag begonnen habe, gilt natĂŒrlich auch fĂŒr die Zusammenarbeit der Messe MĂŒnchen International mit ihren Messeveranstaltungen der ISPO BEIJING und jetzt neu der ISPO SHANGHAI und dem gesamten chinesischen Sportmarkt.

Vom ersten Augenblick der Partnerschaft an hat unsere internationale Erfolgsmesse ISPO MUNICH die Möglichkeiten der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Messe und der Sportartikelindustrie Chinas genutzt. So gehörte das Angebot von Sportartikeln aus China schon in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ins Messeprogramm der ISPO MUNICH. Und es ist heute noch im großen Ausmaß ein integraler Bestandteil der ISPO Munich.

Der Erfolg dieser Partnerschaft brachte es mit sich, dass unsere internationale Fachmesse ISPO MUNICH sich bereits seit mehr als einem Jahrzehnt in einer Partnerschaft vor Ort mit der chinesischen Industrie und dem chinesischen Sportfachhandel prÀsentiert. Eine Partnerschaft, die wir als europÀischer Verband des Sportfachhandels und als Verband Deutscher Sportfachhandel aktiv mittragen und gestalten.

Die großen Fachmessen der ISPO in Beijing und Shanghai stehen dafĂŒr, dass die Volksrepublik China und ihre weiterhin aufstrebende Sportartikelindustrie zusammen mit dem wachsenden Sportartikelhandel zu einem wichtigen Player auf dem asiatischen und auch auf dem Weltmarkt der Sportartikelindustrie geworden ist.

Einem Player, der mit der Messe MĂŒnchen International auch im Leitungsgremium des Weltverbandes der Sportartikelindustrie verbunden ist und der es wĂ€hrend der Olympischen Spiele in Beijing uns allen auch ermöglichte, diese Win-Win-Partnerschaft deutlich zu zeigen.

Als PrÀsident der EuropÀischen Vereinigung der SporthÀndlerverbÀnde Fedas und als PrÀsident des Verbandes Deutscher Sportfachhandel VDS und als ein Besucher der ersten Stunde unserer Weltmesse ISPO MUNICH habe ich von den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an den Marathonlauf Chinas an die Weltspitze mitverfolgen können.

Die chinesische Sportartikelindustrie und der sich dann in ihrem Schatten etablierende Sportfachhandel im Land haben dabei alle Möglichkeiten erfolgreich genutzt, die ihnen die internationale Fachmesse ISPO MUNICH geboten hat. Mit der ISPO SHANGHAI und ihrem umfangreichen Sommersportangebot hat die Messe MĂŒnchen International dem gemeinsamen großen Erfolg noch eine weitere Plattform hinzugefĂŒgt. Damit unterstreicht sie weltweit erneut, welche Bedeutung auch im globalen Vergleich der chinesische Markt bei Anbietern und sportlichen Verbraucher hat.

Dazu ĂŒberbringe ich der neuen Messe ISPO SHANGHAI und ihren Partnern vor Ort die herzlichsten GlĂŒckwĂŒnsche der Handelskollegen aus Europa und Deutschland. Wir wĂŒnschen uns alle, dass auch die ISPO SHANGHAI in Zukunft im Sommer- und Ganzjahressportbereich die richtigen Signale sowohl fĂŒr den wachsenden Binnenmarkt als auch fĂŒr den Export aussendet. Ich bin mir sicher, sie tut es.

Ich habe bei meinen ISPO-Besuchen hier in China feststellen können, dass das Messeangebot auf vielen Feldern von der Entwicklung neuer SportgerĂ€te bis hin zur PrĂ€sentation neuer Angebotsformen auf dem Markt von gegenseitigem Geben und Nehmen geprĂ€gt ist. Kamen in frĂŒheren Zeiten ĂŒber die Messeplattform ISPO MUNICH die meisten MarktanstĂ¶ĂŸe fĂŒr das Angebot im chinesischen Sportartikelmarkt aus den USA, Europa und Japan, so zeigen mir die Angebote der ISPO BEIJING und der ISPO SHANGHAI, dass es auch einen Ideentransfer von China ausgehend in Richtung Weltmarkt gibt. Dabei sind die Erfolge chinesischer Sportartikelanbieter auf den MĂ€rkten in den USA und Europa bahnbrechend.

Die Tatsache wurde bei den Olympischen Spielen in Beijing auch mit einem eindrucksstarken Bild unterstrichen. Li Ning, der ĂŒberragende Goldmedaillengewinner und der Chef der gleichnamigen weltweit agierenden chinesischen Sportschuhfirma, trug das Olympische Feuer mit ins Stadion. Er stand dabei vor den Kameras der Welt fĂŒr die wachsende Sportnation China, fĂŒr die wachsende Zahl der Breitensportler in allen Sportarten und fĂŒr die Energie der chinesischen Sportartikelanbieter.

Ich freue mich darĂŒber, dass ich Ihnen bei meinem Besuch der Messe wieder einen, wenn auch nur kurzen, Überblick ĂŒber die aktuelle Situation am europĂ€ischen Sportartikelmarkt geben kann. Dabei will ich besonders auf die Entwicklung des OutdoorgeschĂ€fts im Europa der 28 EU- und 18 Euro-LĂ€nder eingehen.

Nach den jĂŒngsten Marktzahlen, die fĂŒr den Sportartikelmarkt in Europa ermittelt wurden, haben die 502 Millionen Einwohner der EuropĂ€ischen Union im vergangenen Jahr rund 17 Milliarden Euro fĂŒr Outdoorartikel ausgegeben. Der PrĂ€sident der European Outdoor Group EOG, Rolf Schmid, ist ĂŒberzeugt davon, dass sich der Outdoormarkt in Europa und seine UmsĂ€tze auf hohem Niveau stabilhalten. Die Zuwachsrate des Marktes in Europa lag nach den jĂŒngsten Erhebungen der European Outdoor Group im EOG State of Trade Bericht 2014 bei 3,1 Prozent. Dabei gab es die grĂ¶ĂŸten WertzuwĂ€chse bei Schuhen mit 5,2 Prozent, RucksĂ€cken mit 2,7, Bekleidung mit 2,5, Accessoires plus 2,3 und Klettern plus 1,6 Prozent.

Nach Feststellungen des European Outdoor Group-PrĂ€sidenten Schmid bei der Vorstellung des Berichts Mitte des vergangenen Jahres bewegten sich die Produktgruppen bei den UmsĂ€tzen ziemlich alle nach oben. In den europĂ€ischen LandesmĂ€rkten allerdings fielen die UmsĂ€tze etwas unterschiedlicher aus. SĂŒdeuropa und Großbritannien befinden sich wieder in einer guten Erholungsphase und auch der Markt in Russland legte 2013 krĂ€ftig zu, wird jetzt allerdings durch die augenblicklichen wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse merklich abgebremst.

Deutschland, Schweiz und Österreich sowie die skandinavischen LĂ€nder sind eine starke Bank bei den OutdoorumsĂ€tzen, die konstant ertragstragend ist. Deutschland ist mit 26 Prozent am gesamten europĂ€ischen Outdoormarkt beteiligt.

Alle Zahlen, die uns als europĂ€ischer Fachhandel vorliegen, zeigen uns, dass sich die Outdoorbranche in Europa weiter positiv entwickelt. Die neuesten Zahlen fĂŒr das Gesamtwachstum sind ermutigend und zeigen deutlich, dass Outdoor kein kurzfristiger Modetrend ist.

Wie Sie auch hier auf der neuen ISPO SHANGHAI sehen und erfahren werden, ist Outdoor nicht nur in Europa ein Megatrend. Meinen Informationen, die sich sicher bei meinem Besuch hier weiter verdichten werden, ist auch in China und gesamt Asien Outdoor zu einem Megatrend geworden, den Sie hier auf der Messe weiter krĂ€ftig fördern wollen. Ich glaube, nicht nur die Bevölkerung in Europa hat ein weiterhin zunehmendes Interesse an einem aktiveren und gesĂŒnderen Lebensstil, sondern auch die Bevölkerung der GroßstĂ€dte in China, Japan und in ganz SĂŒdostasien. Wir erleben in Europa dabei eine Wiederentdeckung der Natur durch die Menschen. Gleiches kann man in China beobachten. Die Zahlen, die ich hier ĂŒber das erfolgreiche Wachstum des Outdoorbereichs in China gehört habe, sprechen sicher dafĂŒr.

Blickt man auf den Sportmarkt des Jahres 2020 in Europa, so wird weiterhin Sport der Super-Megatrend bleiben. Die EuropĂ€ische Union startet deshalb mit der Fedas und mit der europĂ€ischen Sportartikelindustrie zu Beginn des Monats September eine Sportwoche in allen LĂ€ndern der europĂ€ischen Gemeinschaft. Mit ihr soll noch mehr Bewusstsein fĂŒr Sport und fĂŒr seine Bedeutung fĂŒr die Gesundheit geschaffen werden. SelbstverstĂ€ndlich sind hier auch die ISPO MUNICH und die Messe MĂŒnchen International mit dabei.

Wie schon ausgefĂŒhrt, Sport als Super-Megatrend bestimmt die ganzjĂ€hrigen OutdooraktivitĂ€ten ebenso wie den Winter- und Teamsport, besonders den Fußball. Sportliche Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaften, die Europameisterschaften und die Olympischen Spiele sind dabei wichtige Impulsgeber und Umsatztreiber. Das können wir jetzt auch ganz aktuell bei der Fußballweltmeisterschaft der Frauen erleben.

Trend Nummer eins: Lust auf Bewegung in der freien Natur

Die Outdoorbranche profitiert, wie schon ausgefĂŒhrt, von der ungebremsten Lust auf Bewegung in der freien Natur und das in ganz Europa. So wird zum Beispiel Bergsport in Europa immer beliebter. Dazu zĂ€hlen die klassischen Disziplinen Bergwandern, Bergsteigen und Skilauf, auch die modernen Formen des Kletterns wie Sportklettern, Free Climbing und Hallenklettern. Klettern ist bei der Jugend in ganz Europa besonders angesagt. Der Trend wird durch den stĂ€ndigen Bau neuer Kletterhallen untermauert. In Deutschland gibt es schon fast 400.

Trend Nummer zwei: Frauen-Power

Am Outdoormarkt bringen Frauen Schwung in die UmsĂ€tze. Immer mehr große Marken bieten frauenspezifische Produkte an. In den letzten Jahren gab es hier zwanzigprozentige Umsatzsteigerungen, denn mehr als 40 Prozent aller Kletterfans sind weiblich.

Die Zahl der weiblichen Mitglieder im Deutschen Alpenverein stieg in den letzten Jahren um 30 Prozent, bei MĂ€nnern nur um 15. Das heißt, die Frauen erobern mehr Macht im Outdoorbereich, vor allem im Segment der Outdoorbekleidung. Das wird bis 2020 so weitergehen.

Trend Nummer drei: Zuwachs durch Innovation

Der Innovationsschub bei Outdoortextilien, -schuhen und -hartwaren wird in Zukunft unvermindert anhalten. Neue High-Tech-Materialien, so wie sie auch hier in Shanghai vorgestellt werden, und technische Verbesserungen, wie sie jedes Jahr zahlreich bei der ISPO Munich zu sehen sind und mit Awards ausgezeichnet werden, optimieren die FunktionstĂŒchtigkeit der AusrĂŒstung bei den sportlich ambitionierten Outdooraktivisten. Funktion ist und bleibt deshalb sicherlich bis 2020 das wichtigste Kriterium bei Outdoorbekleidung, -schuhen und -hartwaren.

Outdoorbekleidung in Europa ist zunehmend alltagstauglich, praktisch und modern. Immer mehr Verbraucher entdecken die Outdoorkleidung als trendige Alltagskluft. Wie im Sport allgemein werden die Grenzen zwischen funktioneller Sportbekleidung und Outdoormode immer fließender. Die Funktion steht also nicht allein im Vordergrund, sondern Outdoormode muss auch schick und elegant sein. FunktionalitĂ€t und Fashion nĂ€heren sich immer weiter an. Denn fĂŒr den „Otto-Normal-BĂŒrger und -Verbraucher“ in Europa gewinnt die Funktion der Bekleidung immer mehr an Bedeutung. So sind die ursprĂŒnglich von der Outdoorindustrie entwickelten wind- und wasserdichten sowie atmungsaktiven Jacken heute aus der Freizeitmode nicht wegzudenken.

Mein Kollege auf Industrieseite, Andreas Schechinger, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Tatonka, macht sich aber als Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikelindustrie BSI zunehmend öfter Gedanken ĂŒber die VerschĂ€rfung des Wettbewerbs am europĂ€ischen Outdoormarkt. Er meinte kĂŒrzlich in einem Fachbeitrag Folgendes. Ich zitiere: „Zu einer VerschĂ€rfung des Wettbewerbs hat auch die gesteigerte KomplexitĂ€t des Einkaufs und der Fertigungssteuerung zu lĂ€ngeren Lieferzeiten gefĂŒhrt. Dazu kommt eine sehr große Vielfalt im Produktdesign sowie die deutlich modischere und farbigere Gestaltung der einst zeitlosen Outdoorprodukte. Das bedeutet höheres Risiko im Einkauf mit kĂŒrzeren Verkaufszyklen und entsprechend höheren Abschriften. Outdoorvollsortimenter mit textilem Schwerpunkt tendieren daher dazu nicht nur mit Flagship Stores, sondern mit eigenen LĂ€den und Retailkonzepten flĂ€chendeckend am europĂ€ischen Markt zu agieren. Nur so seien vorgezogene, mehr und mehr nur auf Grund von Erwartungen und Hochrechnungen platzierte ProduktionsauftrĂ€ge gesichert am Markt absetzbar.“ Zitat Ende.

Nach einem extremen Umsatzboom in den letzten Jahren wird der europÀische Outdoormarkt nach meiner Meinung und meiner Erfahrung als VerbandsprÀsident und EinzelhÀndler in Richtung 2020 wieder stÀrker den neuen RealitÀten am Markt gepasst werden.

Es gibt bereits massive Änderungen im Markt und im europĂ€ischen Einzelhandel. Der Umbau unserer GeschĂ€fte hin zu Multi- und Omni-Channel-Shops geht unvermindert weiter. Dabei erwarten wir als Verband einen RĂŒckgang der HĂ€ndlerzahlen sowohl im stationĂ€ren wie im Online-Handel. Schwierigkeiten werden die Fachhandelskollegen in Europa bekommen, die ohne ausreichende Outdoorerfahrung auf den schnell fahrenden Zug Outdoor aufgesprungen sind. Das sind europĂ€ische Kollegen, die sich nicht rechtzeitig an die MarktverĂ€nderungen angepasst haben und die damit den gestiegenen KundenansprĂŒchen nicht ausreichend Rechnung tragen. VerstĂ€rkt wird diese Entwicklung zusĂ€tzlich dadurch, dass kapitalstarke Marken ihre Expansion in unseren Einzelhandelsbereich mit weiteren eigenen Markenshops weiter vorantreiben werden.

Die Konzentration auf HĂ€ndlerseite am Markt wird auch in den nĂ€chsten Jahren auf Industrieseite zunehmen und auch die 112 Firmen betreffen, die die European Outdoor Group bilden. Bis 2020 werden immer mehr eigenstĂ€ndige, meist kleinere Outdoormarken weiter in den Fokus großer Konzerne rĂŒcken, die sich nach und nach ein umfassendes Produktportfolio im Outdoorbereich zulegen werden, indem sie kleinere Marken schlucken.

Verlassen wir den Outdoormarkt in Europa und wenden uns der Entwicklung von Running und Teamsport zu, die seit Jahren in Europa auf der Überholspur fahren. Sie entwickeln sich ĂŒberdurchschnittlich gut. Teamsport profitiert von der positiven Entwicklung bei Fußball, insbesondere der Zunahme beim Frauenfußball. Das Segment Running profitiert vom ungebrochenen Laufboom in Europa, der ja mittlerweile eine wichtige UmsatzsĂ€ule im wachsenden Bereich Healthsport ist.

Bei der ISPO MUNICH beschĂ€ftigen sich seit Jahren große Diskussionsforen mit diesem Thema. Sport ist gleich Gesundheit. Dieser Aspekt animiert immer wieder neue Konsumgruppen zum Laufen. Das stellen wir bei UmsatzzuwĂ€chsen in all unseren europĂ€ischen FachgeschĂ€ften fest. Dabei kommt der Trend zur Individualisierung beim Sport in Europa dem Laufen entgegen. Jeder kann fĂŒr sich selbst bestimmen, wo und wann und mit wem er wie und wie lange lĂ€uft. Gleichzeitig gewinnen in ganz Europa Laufevents immer mehr Freunde und mittlerweile haben fast jede Stadt in Deutschland und viele StĂ€dte im ĂŒbrigen Europa ihre eigenen MarathonlĂ€ufe und Volkslaufevents. Das wird sicher hier in China auch schon so sein.

Lassen Sie mich zum Schluss meines Vortrags noch einmal kurz auf die Situation des Sportmarkts ein Deutschland zurĂŒckkommen, der mit seinem Volumen von mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz der grĂ¶ĂŸte in der EuropĂ€ischen Gemeinschaft ist.

In Deutschland sind von 82 Millionen Einwohnern 27,5 Millionen Menschen in 92 000 Sportvereinen organisiert. Der deutsche Staat fördert auf allen Ebenen den Sport mit einer jĂ€hrlichen Summe von vier Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen investierten in den letzten Jahren mehr als drei Milliarden Euro ins Sportsponsoring. Allein die 36 Clubs der ersten und zweiten Fußballbundesliga, an ihrer Spitze der Rekordmeister Bayern MĂŒnchen, erzeugen jĂ€hrlich in der deutschen Wirtschaft eine Wertschöpfung von mehr als fĂŒnf Milliarden Euro. Die deutsche Sportbranche stellt rund 800 000 ArbeitsplĂ€tze zur VerfĂŒgung, 110 000 allein im Profi Fußball. Der Investitionsbedarf fĂŒr kommunale SportstĂ€tten in Deutschland liegt bis zum Jahr 2020 bei ĂŒber 35 Milliarden Euro.

FĂŒr uns europĂ€ische und deutsche SportfachhĂ€ndler sind die Trends und Zahlen, die ich ihnen hier beispielhaft genannt habe, natĂŒrlich der weitere Ansporn SportfachhĂ€ndler zu sein und zu bleiben.

Deshalb wĂŒnschen wir unserer Weltmesse ISPO MUNICH mit ihren starken Töchtern ISPO BEIJING und ISPO SHANGHAI in Zukunft weiterhin eine gute unternehmerische Hand und großen Erfolg.

Wir europĂ€ischen und deutschen FachhĂ€ndler sind sicher, dass wir auch in den nĂ€chsten Jahren wieder und auch 2020 immer wieder optimistisch zu unseren Weltmessen ISPO MUNICH, ISPO BEIJING und ISPO SHANGHAI kommen werden. Dabei wird es immer den Welttrend Nummer eins geben: und der heißt Sport. Und die Weltmesse der globalen Sportartikelbranche als TrendverstĂ€rker heißt dazu ISPO MUNICH.


vds- und Fedas-PrĂ€sident Werner Haizmann bei seinem Vortrag bei der ISPO SHANGHAI ĂŒber den Sportartikelfachhandel in Deutschland und Europa.


vds- und Fedas-PrÀsident Werner Haizmann nach seinem Vortrag beim Gruppenbild mit seinen Zuhörern.

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