11.09.2013: Große Trauer um Marianne Hoffmann

Die Grande Dame des deutschen Sportfachhandels starb am 15. August in Herzogenaurach im Alter von 93 Jahren – Sie trug die Goldene Ehrennadel des Verbands Deutscher Sportfachhandel mit Stolz

München/Herzogenaurach – Die Seniorchefin des Sporthauses Hoffmann in Herzogenaurach, Marianne Hoffmann, die Grande Dame des deutschen Sportfachhandels und Trägerin der Goldenen Ehrennadel des Verbandes Deutscher Sportfachhandel VDS, ist am 14. August 2013 im Alter von 93 Jahren in ihrer Heimatstadt Herzogenaurach verstorben. Betrauert von ihrem Sohn Johannes, seiner Frau Anke, ihrem Enkel Kevin, ihrer Familie, der Belegschaft von Sport Hoffmann, von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Herzogenaurach, deren Goldene Stadtmedaille sie ebenfalls trug.

Auch der Verband Deutscher Sportfachhandel VDS trauert um eine warmherzige, bodenständige und gradlinige Sportfachhändlerin, die mit ihrer Arbeit und mit ihrem Einfühlvermögen für alle Belange ihrer Belegschaft und der vielen Kolleginnen und Kollegen im deutschen Sportfachhandel ein leuchtendes Vorbild unternehmerischen Handelns bis ins hohe Alter hinein geblieben ist.

In seinem Nachruf würdigt VDS-Präsident Werner Haizmann im Namen aller deutschen Sportfachhändlerinnen und -händler die unternehmerische Lebensleistung einer Frau und Kollegin, die 35 Jahre lang als rechte Hand von Adi Dassler und Prokuristin für den Sportartikelverkauf bei adidas die engste Verbindung zum deutschen Sportfachhandel hatte und die gleichzeitig auch mit ihrem Mann Hans Hoffmann zusammen ein Sportfachgeschäft aufgebaut hat, das heute als Mitglied des Intersport-Verbundes zu einem der größten Unternehmen seiner Art in Deutschland zählt.

Marianne Hoffmann erwies sich von Beginn an, also bereits vom Jahr 1948, sofort als geschickte Brückenbauerin zwischen adidas und dem deutschen Sportfachhandel. Dabei machte sie die Marke adidas zur Herzensmarke des deutschen Sportfachhandels und trug damit auch wesentlich zum weltweiten Aufstieg der drei Streifen bei. Als Marianne Hoffmann nach dem Schrecken des Krieges vor 60 Jahren ihre Tätigkeit begann, startete sie auch das Wirtschaftswunder im deutschen Sportfachhandel. Zur gleichen Zeit baute sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans ein eigenes Sportfachgeschäft auf. Dieser Aufbauwille, aus ihrem eigenen Haus einen respektierten Markennamen in Deutschland zu machen, und die unbedingte Liebe zu adidas, ihrer Schwester Käthe und ihrem Schwager Adi haben das erfolgreiche Geschäftsleben von Marianne Hoffmann geprägt. Dabei war ihr starker Wille ihr Kapital. Das haben die Mitglieder im VDS immer wieder bewundern. Damit hat sie dem Fachhandel und der Firma adidas über Jahrzehnte hinaus stets eine Win-Win-Situation beschert. Alle Seiten haben von ihrer Prinzipienfestigkeit, Menschenkenntnis und Uneigennützigkeit im sozialen Bereich profitiert.

Bis ins hohe Alter hat Marianne Hoffmann die Maxime befolgt: „Wer die Zukunft bauen will, muss sich von der Stelle bewegen.“ Damit habe sie auch immer die Aufforderung ihres Schwagers, des legendären Adi Dassler, berücksichtigt, der seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer vor Augen hielt: „Strebe nach Perfektion. Es gibt immer etwas zu verbessern.“

Als Mutmacherin und Problemlöserin war Marianne Hoffmann ein großes Vorbild für die eigene Familie, ihren Sohn Johannes und seiner Frau Anke, die heute die Geschäfte des Hauses führen, ihre Belegschaft und für die mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer im deutschen Sportfachhandel.

So hat es im Hause Hoffmann nie einen angestellten Manager an der Spitze gegeben, den man bei einem Misserfolg mit einer hohen Abfindung zum Golfspielen schicken konnte.

Als Verband Deutscher Sportfachhandel VDS sind wir bei der Würdigung der großartigen Lebensleistung von Marianne Hoffmann absolut sicher, dass ihre Aufbauarbeit und ihr geschäftlicher Elan auch von Johannes und Anke Hoffmann weiter fortgesetzt werden. Sie führen das Familienunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie es früher Marianne Hoffmann machte, indem sie es wagen, mit dem eigenen Geldbeutel volles unternehmerisches Risiko zu fahren.


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