03.07.2012: Fedas-Generalversammlung in Wien beschäftigte sich mit dem Fahrplan zum 50-jährigen Jubiläum des Verbandes 2013 in seinem Gründungsland der Schweiz

Wien/Bern – „Der Verband des europäischen Sportfachhandels Fedas und sein Einfluss auf die Entwicklung der Zusammenarbeit im europäischen Sportfachhandel hat in den Jahrzehnten seit seiner Gründung in der Branchengeschichte ebenso seine Spuren hinterlassen wie der Beitrag des Verbandes zur erfolgreichen europäischen Entwicklung der großen internationalen Einkaufszusammenschlüsse wie Intersport International und Sport 2000 International.“ So erinnerte Fedas-Präsident Werner Haizmann in der Generalversammlung in Wien an die Aufgaben seines Verbandes. Dessen Delegierte beschäftigten sich dabei unter der Moderation von Generalsekretär Claude Benoit aus Bern mit dem historischen Verbandserbe ebenso wie mit den neuen Strukturen der Verbandsarbeit in den Jahren 2013 plus. Gastgeber der Tagung war der Österreichische Mitgliedsverband VSSÖ, bei der Fedas vertreten durch Vizepräsident Kommerzialrat Ernst Aichinger aus Wien. Er ist in seiner Funktion als VSSÖ-Mitglied zugleich auch der Botschafter der Fedas bei der FESI, dem europäischen Kollegenverband der Sportartikelindustrie.

„Wenn wir die Entwicklung der Branche seit Bestehen beider Verbände betrachten müssen wir feststellen, dass es Industrie und Handel stets gemeinsam gelungen ist, im wechselnden europäischen Wirtschaftsleben der Branche ihr heutiges zukunftszugewandtes Gesicht zu geben“, fasst Vizepräsident Ernst Aichinger seine Erfahrungen aus der Verbandsarbeit zusammen. „Bei der Lösung auch schwieriger Probleme sind wir uns in der Vergangenheit immer auf Augenhöhe begegnet. Das wird auch in Zukunft so sein. Selbstverständlich haben sich im Lauf der Zeit die Formen der Zusammenarbeit immer wieder verändert. Ein gemeinsames Sportartikeleuropa ist dabei ähnlich schwer zu verwalten und mit immer neuen Impulsen zu versehen wie das auch im Europa der 27 der Fall ist.“

In Wien nannte Ernst Aichinger zusammen mit Präsident Werner Haizmann und Generalsekretär Benoit einige Eckpunkte, wie die künftige Zusammenarbeit der Branche in Europa aussehen könnte.

Als wichtigen Bereich sieht man bei der Fedas die weitere Pflege des gesamteuropäischen Informationsnetzwerkes des Sportfachhandels, an dem sich Partner aus EU-Ländern mit und Nationen ohne entsprechende Verbandsstrukturen beteiligen können. Damit will man von Seiten des Verbandes die Sportfachhändler in den neuen Demokratien Mittel-, Ost- und Südeuropas ebenso mit einbeziehen wie die Kollegen in Nordeuropa oder in Großbritannien und Irland. Dieses Infonetzwerk der Fedas setzt dabei wie in der Vergangenheit auch auf die Erfahrungen und Einschätzungen der Mitgliedsunternehmen in den großen Verbundgruppen des Handels ebenso wie die der großen Sporthandelsketten in der EU.

Der Fedas ist bei dieser Aufgabe bewusst, dass sich in den einstigen Gründungsländern des Verbandes, Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Italien, die dort bestehenden Verbandsstrukturen in den letzten Jahren erheblich gewandelt haben. Wandlungen, die die Mitarbeit der Länder in der Fedas im Detail beeinflussen. Trotzdem ist der Markenname Fedas nach wie vor das Symbol für die Zusammenarbeit des europäischen Sportartikelfachhandels. Auch als Partner der FESI, die als Industrieverband des Sportfachhandels den gleichen großen Markennamen in der Branche hat.

Wichtiges Symbol der Zusammenarbeit zwischen Sportartikelfachhandel und der Sportartikelindustrie ist der Fedas-Warengruppenschlüssel, dessen Existenz und dessen Weiterentwicklung den gesamten Markterfolg der Branche in Europa tatkräftig unterstützt. Weil das so ist, rücken auch auf der gemeinsamen Website des Warengruppenschlüssels die ihn tragenden Organisationen Fedas und ihre Tochter FSO optisch näher zusammen. Damit werden die FSO-Mitglieder und Partner, die den Warengruppenschlüssel verwalten und fortentwickeln, noch deutlicher als bisher als Fedas zugehörig erfasst. Die Fedas selbst baut in ihren Webseitenauftritt ein neues Tool für den schnellen Informations- und Kommunikationsaustausch ein, in dem die Mitglieder des Verbands auch über einen passwortgeschützten Bereich verfügen werden. Im Zusammenspiel der beiden Auftritte sollen dann neue Mitglieder zur Zusammenarbeit in der Fedas geworben werden, beispielsweise die Kollegen des neuen spanischen Verbandes oder die tschechischen und slowakischen Kollegen, die im Industrie- und Handelsverband AVOZ in Prag mitarbeiten. Gleichzeitig will man mit diesem Informationsangebot Mitgliedsländer in den Verband zurückholen, in denen durch immer größere Handelszusammenschlüsse die Notwendigkeit eines eigenen kleineren Fachverbandes in Frage gestellt wurde.

Die Fedas will sich in Zukunft auch noch stärker als bisher in der europäischen Öffentlichkeit zu Themen äußern, die Kollegen in allen europäischen Ländern gemeinsam betreffen. Hier wird sich Vizepräsident Kommerzialrat Ernst Aichinger wie bisher auch einbringen. Er ist nicht nur VSSÖ-Vertreter in der FESI, sondern auch der Bundesgremialobmann des Lederwaren-, Spielwaren- und Sportartikelhandels in der österreichischen Wirtschaftskammer.

Als solcher ist er seit Jahren mit der politischen und fachlichen Diskussion um eine sinnvolle Förderung des Breitensports durch EU-Programme vertraut. Gleichzeitig ist er der Präsident des Österreichischen Betriebssportverbandes. In diesem Verband sind wie in Deutschland auch sowohl Einzelpersonen als auch Betriebssportgruppen, Firmen, Vereine, die ihren Arbeitnehmern die Möglichkeit geben, Sport zu betreiben, vertreten. Ernst Aichinger arbeitet auch in der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich aktiv mit.

In Wien informierte er in der Generalversammlung die Verbandskollegen über das zweite Aktionsprogramm der EU im Bereich Gesundheit, das von 2008 bis 2013 läuft und mit einem Gesamthaushalt von 321,5 Millionen Euro ausgestattet ist. Dabei will und wird die Fedas auch ihren Teil dazu beitragen, dass der von der zuständigen EU-Kommissarin Andrulla Vassiliou aus Zypern und vom Berichterstatter Sport im EU Parlament, dem spanischen EU-Abgeordneten Santiago Fisas angeregte „Europäische Tag der sportlichen Bewegung Europe Move Day“ ein entsprechender Erfolg werden kann. Damit unterstützt die Fedas auch die Vorstellungen von FESI-Präsident Frank A. Dassler, der bei seinem jüngsten Besuch der EU-Kommission in Brüssel der zuständigen Kommissarin versicherte, dass die europäische Sportartikelindustrie ihren Beitrag dazu leisten werde, dass die gemeinsame EU-Förderung der sportlichen Bewegung beider Geschlechter und in allen Altersschichten neue Dimensionen in Europa erreichen wird.

Ernst Aichinger freut sich als Vertreter der Fedas und der FESI geleichzeitig darüber, dass FESI-Präsident Frank A Dassler in Brüssel den Weg dafür geebnet hat, dass sich sein Verband um einen Beobachterstatus der EU-Expertengruppe „Sport, Health and Participation“ bewerben kann.

Fedas-Präsident Werner Haizmann, der den Delegierten in Wien seinen Jahresbericht vorlegte, bedankte bei Generalsekretär Claude Benoit wieder für seine vorzügliche Arbeit als Botschafter des europäischen Sportfachhandels in allen entscheidenden Branchengremien und beim Gastgeber Ernst Aichinger für seine vielfältigen Anregungen zu Förderung der gesamteuropäischen Zusammenarbeit im Sportfachhandel. Nachdem man sich in Wien noch ausführlich mit einem Personalkostenvergleich in den wichtigsten Fedas-Ländern befasst hatte und die einzelnen Umsatzstatistiken in den Ländern miteinander verglichen hatte, verabschiedete sich Präsident Werner Haizmann mit Dank an alle seinen Kollegen für ihre gute Mitarbeit im Führungsgremium der Fedas bis zur 50-Jahr-Feier vom 9. bis 11. Juni 2013 in der Schweiz.

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