08.10.2009: Knud Hansen nach Umbau von Intersport Knudsen in Kiel: "Innenstadt und Einkaufsmall – man kann sich an beiden Standorten entwickeln - VDS gratuliert

Kiel – Knud Hansen, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer in Kiel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Intersport Deutschland eG und Inhaber von Intersport Knudsen, einem der ältesten Fachgeschäfte in der Kieler City, legte jetzt ein weiteres bedeutendes Bekenntnis zum traditionellen Einzelhandelsstandort Innenstadt ab: Er erweiterte nach einem sechsmonatigen Umbau mit einer hohen sechsstelligen Euro-Investition die Verkaufsfläche seines Innenstadtgeschäfts von 1300 auf gut 2000 Quadratmeter. Gemeinsam mit seinem Geschäft im Kieler Einkaufszentrum Citti-Park verfügt Knud Hansen jetzt über 3500 Quadratmeter Erlebnissport-Verkaufsfläche, beschäftigt 60 Mitarbeiter, 10 davon befinden sich noch in der Ausbildung.

Für Intersport-Vorstand Kim Roether war das Anlass genug, um Knud Hansen als einen mittelständischen Familienunternehmer zu würdigen, der, eingebettet in den Intersport-Verbund, beispielhaftes Engagement für die Innenstadt zeigt, bei gleichzeitiger Nutzung der Möglichkeit von City-Malls.

Knud Hansen präsentiert jetzt in der Holstenstraße, dem Herzstück der Kieler Innenstadt, sein klassisches Sortiment, eingebettet in großzügige Erlebniswelten für Fußball, Trekking, Laufen, Hallensport, Ski und Tennis. Alles verbunden mit einer entsprechenden Lounge für eine kleine Rast zwischendurch.

Für den Verband Deutscher Sportfachhandel und seinen Präsidenten Werner Haizmann ist das Engagement von Knud Hansen für die Kieler Innenstadt ein Zeichen dafür, dass der klassische Standort Innenstadt nach wie vor gut genutzt werden kann. Gleichzeitig könne man aber, dem Beispiel von Intersport Knudsen folgend, auch die entsprechenden Angebote der Malls, wie die des Kieler Citti-Parks, nutzen.

Knud Hansen dazu in seiner Eröffnungsbotschaft: „Beide Standorte haben ihre Berechtigung. Es gilt aber auch, dass sich nach wie vor Geschäftsinhaber und Politik dafür einsetzen müssen, auch den Standort Innenstadt zu stärken. Die Würze einer Innenstadt sind dabei nicht die großen Filialisten, sondern der Mix zusammen mit mittleren und kleinen Geschäften, den Local Heroes.“

Der Präsident der IHK in Kiel, Klaus Hinrich Vater, beschäftigte sich im Beisein des Kieler Oberbürgermeisters Albig deshalb in seinem ausführlichen Grußwort intensiv mit der unternehmerischen Leistung von Knud Hansen für die Entwicklung der Kieler Innenstadt:

„Du hast mit dieser Investition wieder alle Motivationsregister gezogen, die deine Branche zu bieten hat. Du gehst dabei wieder einmal mehr in die Offensive. Dabei betrachtest du dich keinesfalls als Einzelkämpfer. Wie schon deinem Vater Hans Hansen ist dir Kooperation und fairer Umgang mit den Marktpartnern eine wichtige Grundregel. Wir erleben dich in der IHK immer wieder als Verfechter einer Entzerrung des Spannungsverhältnisses zwischen dem innerstädtischen Handel und den Einkaufszentren außerhalb. Das ist auch Grund dafür, dass sich die IHK in der Landeshauptstadt und in den anderen Städten des Landes nicht davon abbringen lässt, Mahner einer primär innenstadtorientierten Einzelhandelspolitik zu sein. Das heißt nicht, dass Einzelhandelsstandorte außerhalb der Ortsmitte keine Existenzberechtigung hätten. Wir werden aber weiterhin kritisch mit neuen großflächigen Ansiedlungsvorhaben außerhalb der Zentren umgehen. Der Innenstadthandel benötigt Stärkung. Er leistet einen fundamentalen Beitrag zur Waren- und Dienstleistungsversorgung und die Rolle des Einzelhandels ist in stadtkultureller Hinsicht unverzichtbar. Ohne funktionierenden Einzelhandel keine Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Gemeinschaftslebens in der Stadt insgesamt. Ein aktives, reges Geschäftsleben ist auch immer Basis für kulturelle Aktivitäten. Unsere Innenstadtgeschäfte beleben die Stadtzentren, besonders dann, wenn sie ein hochklassiges Format haben, wie Intersport Knudsen. Geschäfte dieser Kategorie wirken über viele Jahre bremsend auf die Flucht aus den Städten. Und der Lohn wird kommen. Es ist derzeit viel von einer Renaissance der Innenstädte zu hören. Die so genannte Flucht aufs Land scheint verebbt, es geht offensichtlich zurück in die Stadt, jedenfalls wieder näher an die Stadtzentren heran. Die Zuneigung von Knud Hansen zur Kieler Innenstadt ist vermutlich vor allem Ergebnis kaufmännischer Überlegungen, wohl aber auch Hochachtung vor dem väterlichen Erbe. Emotionen spielen dabei sicherlich eine weitere Rolle. Eigentümer geführte Unternehmen sind gerade deshalb so erfolgreich, weil, anders als in Konzernen, Emotionen bei Entscheidungen eine Rolle spielen dürfen. Und gerade als Einzelhandelsunternehmer kann und muss man sich eine große Portion Gefühl leisten. Die Kundschaft verlangt eine emotionale Ansprache. Ich kann mir vorstellen, dass sich für die Sportartikelbranche ein emotional besetzter Geschäftsstandort besonders gut eignet. Den bietet die Kieler Innenstadt allemal – vieles könnte freilich noch angepackt werden. Und auch da bist du Mahner, aber vor allem Akteur und Umsetzer. Die Geschäftseröffnung spiegelt dies wider, sie ist Unternehmenssicherung und Unternehmensexpansion. Sie ist aber gleichzeitig ein Stück Wirtschaftsförderung für das gesamte Umfeld in der Holstenstraße. Und sie ist sicherlich auch ein schöner Anstoß für die reaktivierten Überlegungen zu einem Stadtentwicklungskonzept für Kiel mit dem Fokus Innenstadt.“






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