17.11.2008: Bei neuer Verpackungsverordnung Industriepartner zuerst gefordert

„Aus der 5. Novelle zur Verpackungsverordnung, die am 1. Januar 2009 in Kraft tritt, ergeben sich auch für den Sportfachhandel einige wichtige Änderungen der bisherigen Entsorgungspraxis“, so informiert vds-Verbandssekretär Diplomsportökonom Jens Forstmann die Mitglieder seines Verbandes in einem entsprechenden Rundschreiben zu diesem Thema.

„Zuerst gefordert sind bei dieser neuen Verpackungsverordnung aber unsere Industriepartner. Für sie besteht ein Anschlusszwang an ein duales System. Sofern der Lieferant bestimmte Bagatellgrenzen überschreitet, muss er für alle seine Verkaufsverpackungen eine so genannte Vollständigkeitserklärung mit material- und mengenbezogenen Angaben bei der jeweils örtlichen Industrie- und Handelskammer hinterlegen. Der Lieferant muss dann alle seine in den Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen anmelden. Es besteht jetzt per Verordnung ein Verkaufsverbot für alle Waren ohne angemeldete Verkaufsverpackungen. Dafür entfällt ab dem neuen Jahr die Kennzeichnungspflicht der Verpackungen mit den Markensymbolen oder Logos von Entsorgungssystemen. Wenn also ein Sportfachhändler Waren von einem Hersteller verkauft, der seine Verkaufsverpackungen nicht angemeldet hat, kommen auch auf ihn empfindliche Geldstrafen von bis zu 50 000 Euro zu, denn das Verbot des ‚Inverkehrbringens’ von nicht lizenzierten Verkaufsverpackungen gilt für den gesamten Handel. Um sich vor Bußgeldern der Verordnung abzusichern, müssen alle vds-Mitglieder darauf bestehen, von ihrem jeweiligen Industriepartner eine offizielle Bestätigung zu erhalten, dass sie ihre Verkaufsverpackungen angemeldet haben.“

Der vds, so Verbandssekretär Jens Forstmann, stehe bei diesem Thema einer guten Tradition in diesem Bereich folgend mit dem BSI - Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie und seinem Geschäftsführer Adalbert von der Osten in laufender Verbindung.

Der vds stellt seinen Mitgliedern jeweils ein Standardschreiben an die Industrie mit dem dazugehörigen Antwortfax kostenlos zur Verfügung. Es kann im vds-Büro München unter info@vds-sportfachhandel.de oder telefonisch unter 089 993 55 60 angefordert werden.

„Der einfachste Weg ist“, so meint vds-Verbandssekretär Jens Forstmann, „wenn unsere Industriepartner unseren Händlern zur nächsten Rechnung auch gleich die Bestätigung über die angemeldeten Verkaufsverpackungen mitschicken. Unsere Industriepartner können sich die Information an unsere Mitglieder auch dadurch erleichtern, wenn sie die Einkaufsverbände Intersport, Sport 2000 oder Fair Play von ihren jeweiligen Lizenzierungen der Verkaufsverpackungen in Kenntnis setzen, damit diese Verbundgruppen ihrerseits diese Informationen an ihre Mitglieder weitergeben können“.

Wie der BSI dem vds mitteilt, hat er alle seine Mitglieder über eine entsprechende Rahmenvereinbarung des Verbandes mit einem System-Betreiber informiert, über den sie die entsprechenden Lizenzierungen der Verkaufsverpackungen an ihren Handelspartner abgeben können.

„Von der neuen Novelle“, so Verbandssekretär Jens Forstmann, der auch persönlich für entsprechende Auskünfte zur Verfügung steht, „sind die reinen Transportverpackungen nicht erfasst. Hier bleibt die Pflicht zur Rücknahme der Transportverpackungen durch den Hersteller oder Vertreiber unverändert bestehen. Hier greift auch weiterhin die bewährte Zusammenarbeit der gesamten Sportartikelbranche mit Interseroh“.

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