26.06.2008: Fortsetzung der guten Zusammenarbeit zwischen Fedas, vds und NSGA vereinbart

Phoenix –„Unsere Verbände wollen auch in den kommenden Jahren in der langjährigen Tradition unserer Mitgliedsunternehmen weiterhin transkontinental zusammenarbeiten.“ Mit dieser Feststellung bekräftigten der neue Präsident der NSGA, des größten Sportfachhändlerverbandes der Welt, Matt Carlson, und Fedas- und vds-Präsident Werner Haizmann beim traditionellen NSGA-Managementmeeting im Mai 2008 in Phoenix/Arizona die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen deutschen, europäischen und amerikanischen Fachhändlern.

Eine Zusammenarbeit, die auch in der gegenseitigen Zusammenarbeit im Messewesen begründet war und ist. Nach wie vor stellen die Mitglieder der NSGA die stärkste Besuchergruppe aus den USA bei der ispo in München. Aus diesem Grund sponsert die ispo „sehr gern“, wie es der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Manfred Wutzlhofer, bei der Festveranstaltung des Verbandes betonte, „seit Jahren das Dinner zu Ehren verdienter Mitglieder der Hall of Fame aus der nationalen und internationalen Sportartikelbranche“. Nach Jochen Schröder von Karstadt Sport vor zwei Jahren wurde in diesem Jahr posthum der Gründer von Asics, Kihachiro Onitsuka, in diesen Ruhmestempel der US-Sportbranche aufgenommen. Er gehörte auch zu den Ausstellern der ispo der ersten Stunde.

Wie immer war der Tagungsteil der Managementkonferenz wichtigen Entwicklungen am US-amerikanischen Sportartikelmarkt gewidmet und den Auswirkungen, die sie auf das künftige Marktgeschehen haben könnten. Besonders nachgefragt war dabei das Referat von Nike-Brand-Präsident Charlie Denson. Ausgehend von der Tatsache, dass er selbst im Jahr 1979 als Assistant Manager im ersten Nike-Shop seine Karriere in dem Unternehmen gestartet hat, verriet er den mehr als 400 Teilnehmern entscheidende Marketingstrategien des weltgrößten Herstellers von Sportartikeln bei der Entwicklung und beim Absatz von Sportartikeln und Sportmode. Gleichzeitig ermunterte er sie, sich in ihren Einzelhandelsgeschäften ebenfalls schnell und konsequent den sich jährlich verändernden Bedingungen des gesamten Marktes und der lokalen Märkte anzupassen. Er belegte diese Forderungen mit seiner Erfahrung beim Aufbau der Nike-Erfolge in den USA und in Europa sowie bei der Expansion von Nike in China, Indien und Brasilien.

Aus einer anderen Branche kommend fügte Warren Kornblum, der Mann der ersten Stunde bei „Toys R Us“, der dort auch das Markenzeichen der „Spokes Giraffe“ entwarf, seine Erfahrungen im Umgang mit den Verbrauchern hinzu. Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden möglichst schnell und möglichst schon vor ihrer Einkaufsentscheidung genau treffe, habe auf Dauer am Markt Erfolg. Auf diesem Marketing sei der Erfolg im nationalen und internationalen Spielwarengeschäft von „Toys R Us“ gewachsen.

In einem längeren Fachgespräch mit dem obersten Meinungsforscher des amerikanischen Kollegenverbandes NSGA, Tom Doyle, informierten sich Werner Haizmann und Manfred Wutzlhofer über die neuesten Zahlen vom US-Markt. Nach wie vor dominiert dort Power Walking das Geschehen: 89,9 Millionen Amerikaner übten es 2007 regelmäßig aus. 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2006. Mit 30,3 Millionen Aktiven zeigt Aerobic allerdings mit einem Minus von 9,9 Prozent nach unten. 52,8 Millionen Amerikaner trimmen sich nach wie vor mit Geräten, 33,2 Millionen trainieren ihre Fitness mit Gewichten. In beiden Bereichen gibt es eine leichte Aufwärtsentwicklung.

In den Teamsportarten zeigt nur Volleyball eine Aufwärtsentwicklung um 8,7 Prozent. 12 Millionen Amerikaner frönen diesem Sport. Fußball fiel um 1,8 Prozent auf 13,8 Millionen Aktive, Baseball um 4,7 Prozent auf 14 Millionen, Basketball um 9,7 Prozent auf 24,1 Millionen und Softball um 20 Prozent auf nur noch 10 Millionen Aktive. Auf eine Entwicklung ganz besonderer Art machte Tom Doyle seine Gesprächspartner aus Europa aufmerksam: die amerikanischen Verbraucher kauften 2006 für mehr als eine Milliarde US-Dollar gebrauchte Sportartikel und -geräte. 2005 lag diese Zahl noch bei 885 Millionen. Ausrüstung für alle Outdoor-Aktivitäten von Camping bis zum Shooting liegen dabei bei 602 Millionen, gefolgt von gebrauchten Kraftmaschinen, deren Umsatz bei 196 Millionen Dollar lag. Auffällig ist, dass viele amerikanische Sportgeschäfte in diesen Markt für gebrauchte Sportartikel eingestiegen sind und dass dieses Segment stark wachsend im Internet angeboten wird. Es sei aber, so Tom Doyle, für den Handel ein zweischneidiges Absatzinstrument. Man müsse aufpassen, dass man beim Angebot gebrauchter Sportartikel im größeren Maß Neukäufer gewinne, die dann zu Dauerkunden im Geschäft gemacht werden sollten.

Fedas- und vds-Präsident Werner Haizmann und der Chef der Messe München, Manfred Wutzlhofer, übermittelten dem neuen Präsidenten der NSGA, Matt Carlson, und der langjährigen NSGA-Vizepräsidentin Sue Wenderski die herzlichsten Grüße an den langjährigen treuen Freund der europäischen Verbände und der ispo, NSGA-Präsident Jim Faltinek, der jetzt seinen Ruhestand angetreten hat und aus diesem Grund nicht mehr nach Phoenix gekommen war.

Beste Wünsche ließen die Gäste aus München auch dem Doyen der amerikanischen Sportfachjournalisten und dem Mitglied des Hall of Fame Komitees der NSGA, Bob Carr, übermitteln, der in seinem Ruhestand mehrere schwere Operationen über sich ergehen lassen musste und deshalb ebenfalls nicht mehr aktiv in Phoenix dabei sein konnte.



Der neue CEO der NSGA: Matt Carlson bei seiner Begrüßungsansprache vor vollem Haus.



Nach erfolgreichen Gesprächen über die weitere Zusammenarbeit zwischen Fedas, vds und ispo mit der NSGA von links: Werner Haizmann, Matt Carlson, Manfred Wutzlhofer.


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